Archiv der Kategorie: Lyrik

Bernhard Winter

Bernhard WinterAm 7. Februar 2014 fand die zehnte Runde zur Vorentscheidung für den 21. Haidhauser Werkstattpreis statt. Der Ansturm der Besucher war immens. Wer keinen Sitzplatz mehr ergattern konnte, musste stehen oder auf der Treppe sitzen. Auch die Anzahl der AutorInnen, die sich zur Lesung anmeldeten, überstieg die zulässige Anzahl und es wurden fünf von ihnen ausgelost. Der Sieger der letzten Runde Bernhard Winter nahm automatisch wieder teil, da er beim letzten mal zwar gewonnen hatte, der Abend jedoch aufgrund von über 20% Enthaltungen nicht zählte. Bernhard Winter präsentierte seine Kurzprosa „Zerleckt“, der Text über einen Jungen, der zuviel Zärtlichkeit erfährt. Außerdem die Gedichte „Der Schrei“, „Das kleine Brotmesser nicht zu vergessen“ und „Wo Orangen singen“. Es folgte Rudolf Wicht mit „Büchsenöffner und Aberglaube“. Hier erfuhren die Zuhörer, was passiert, wenn man seiner Katze das Futter ohne den Dosenöffner zu Hause lässt. Uwe Kullnick las „Fünf Zeichen“, einen sehr poetischen Text über eine Frau in Gefangenschaft. Klaus Schuster stellte mit „U-Bahn“ ein Erlebnis in der U-Bahn vor. Horst Oberbeil präsentierte Gedichte. Gabriel Leb de Flores las ihre zwei kurzen Texte „Baguette“, ein Baguette wird in die Tasche gestopft und „Glut“ vor. Auch in dieser Runde wählte das Publikum Bernhard Winter auf den verdienten ersten Platz.

VITA

lebt in Markt Schwaben und arbeitet dort als Psychotherapeut in einer Praxis, gleichzeitig ist er Mitarbeiter in einer Kinderklinik. Seit über 20 Jahren kümmert er sich um die Dialogreihe „Schwabener Sonntagsbegegnungen“. 2013 ist sein zweiter Gedichtband „Trau nur dem Löwen“ (mit einem Vorwort von Hans-Jochen Vogel und Abt Odilo Lechner) erschienen,  2011 sein Erstling „warum der Fuchs der Apfelbaum?“ (mit einem Vorwort von Adolf Muschg) . Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, mehrere Auszeichnungen. Website: http://www.winternetz.net .

Werbeanzeigen

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Lyrik, Offener Abend, Prosa, Wettbewerb

Jahressieger für 2011 – Tina Ott

Tina Ott gewinnt  den 19. Haidhauser Werkstattpreis, München, 03.03.2012. Im ausverkauften Vortragssaal der Stadtbibliothek im Münchner Gasteig wurde Tina Ott (Prosa) vom Publikum zur Siegerin des 19. Haidhauser Werkstattpreises gewählt. Gefolgt von Elitza Kohler auf dem 2. und Uwe Kullnick (Vorjahresgewinner) auf dem 3. Platz. Insgesamt haben 10 Autorinnen und Autoren mit durchwegs hochkarätiger Lyrik und Prosa am Finale teilgenommen. Herzliche Gratulation!
1. Siegerin TINA OTT
Unterschiedlicher hätten Inhalt, Stil und Präsentation der Beiträge nicht sein können. Die Autoren überraschten die Zuhörer mit Geschichten über das Sterben lieber Verwandter, dem Stehlen von Süßigkeiten, einem Ausschnitt aus einem sprachgewaltigen Text, dessen Dichte manche verwirrte, einigen Gedichten, die das Publikum teils sehr nachdenklich machten, mehreren, gut gelesenen Mundartbeiträgen, einer Geschichte über einen ungewöhnlichen Frauenmord und einer noch gewagteren Tresterschnapsverkostung, der Abschied von Sandor nahm das Publikum gefangen, skurile Kurzprosa erheiterte die Zuhörer und eine Groteske über Georg Friedrich Lichtenberg nahm die Menschen im Zuhörerraum durch Sprachgewalt und Inhalt gefangen. Es war schon während der Pause zu spüren, dass die Texte und Autoren vom Publikum intensiv diskutiert wurden, so steigerte sich dies am Ende der Veranstaltung, als es zur Stimmabgabe kam. Das öffentliche Auszählen glich dann letztendlich einem Krimi. Alle fieberten mit, wenn jeder einzelne Stimmzettel aufgerufen, und verkündet wurde, wer 3, 2 oder einen Punkt erhielt. Erst ganz zum Schluß der Auszählung wurde klar, wer das Rennen gewonnen hatte.
   1. Siegerin Tina Ott

2. Sieger Elitza Kohler

2. Siegerin Elitza Kohler

3. Dr. Uwe Kullnick

3. Sieger Dr. Uwe Kullnick

So war es wieder ein gelungener Wettkampfabend und sicher gingen die Zuhörer, die Autoren und die Verantwortlichen ohnehin mit vielen Anregungen im Kopf und den Gesprächen nach Hause.

Ach, einen Gewinner haben wir noch vergessen. Die Literatur in München. Sie war sicher der größte Gewinner. Wir können nur ahnen, wieviele ungeschriebene Geschichten seit gestern Abend darauf warten geschrieben und im Münchner Literaturbüro gelesen zu werden. Danke an die Autoren, die dies seit 25 Jahren im MLB möglich machen.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Jahrespreis 2011, Kurzgeschichten, Lesungen, Literatur, Literaturpreis, Literaturwettbewerb, Lyrik, München, Preisträger, Prosa, Wettbewerb

Horst Oberbeil & Peter Stefanovicz

Manchmal bewertet das Publikum zwei Beiträge eines offenen Abends gleichwertig. Dann gibt es zwei Monatssieger. Horst Oberbeil und Peter Stefanovicz.

Kurzvita Horst Oberbeil:
geb. 1937 in München. Studium der Musik an der Hochschule für Musik und Theater in München und der Philosophie und der Neueren Literaturgeschichte an der LM Universität in München. Stellv. Vorsitzender des Freien Deutschen Autorenverbandes Bayern. Preisträger des Lyrischen Oktober Bayreuth 1995.

Gelesener Text: Gedichte

Kurzvita Peter Stefanovicz
geb am 01.01.1986 in Debrecen (Ungarn) geboren. Besuchte bis 2002 dort das Gymnasium, dann in Deutschland. Abitur 2005 in Kastl, seit dem Studium der Orientalistik an der Ludwig-Maximilians-Universität. Kenntnisse in den Sprachen Türkisch, Persisch und Osmanisch. Peter Stefanovicz verfasst seine Werke sowohl auf Deutsch als auch auf Ungarisch. Vier Veröffentlichungen in ungarischen Anthologien des Literra Nova Verlag (Budapest) im Zeitraum 2009-2011. 2010 nahm Peter Stefanovicz an der Budapester Buchmesse als Nachwuchsautor teil. Es folgten einige Lesungen im ungarischen Sprachraum. Seit 2010 Lesungen an der Universität.

Gelesener Text: Aufwind Iwalo (Auszug)

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Lesungen, Literatur, Literaturwettbewerb, Lyrik, München, Offener Abend, Prosa, Wettbewerb

Seit zwanzig Jahren gibt es im Münchner Literaturbüro für die literarische Oeffentlichkeit den Haidhauser Werkstattpreis.

Veranstalter ist das Münchner Literaturbüro, Milchstraße 4, 81667 München. Der so genannte „Offene Abend“ dieses Publikumspreises, der jeden ersten Freitag im Monat stattfindet, ist eine Bühne für Autoren jeglichen Alters.

Es handelt sich dabei um eine einzigartige Auftrittsmöglichkeit, bei der die Autoren verschiedener Stilrichtungen, wie sie die Gegenwartsliteratur kennzeichnen, gegeneinander antreten. Die Texte dürfen die Zeit von zehn Minuten nicht überschreiten. Jeweils maximal sechs Autoren treten gegeneinander an.

Die Reihenfolge der Lesungen wird durch Los entschieden, wobei gleich nach der Ziehung gelesen und danach erst der nächste Name gezogen wird, auch falls sich mehr als sechs Namen im Loskasten befinden.

Meist werden Kurzgeschichten oder Gedichte gelesen; manche Autoren stellen einen zehnminütigen Auszug aus ihrem unveröffentlichten Roman vor.

Ein Moderator leitet die Diskussion, in der das Publikum Lob, Kritik, Verbesserungsanregungen für den zuvor vorgetragenen Text einbringen kann.

Am Ende der Veranstaltung wird der Abendsieger ermittelt. Jeder Zuhörer hat eine Erst-, eine Zweit- und eine Drittstimme. Die Erststimmen zählen dreimal, die Zweistimmen zweimal, die Drittstimmen einmal.

Auf einer Flipchart wird der Stand der Wahl von allen beobachtet.

Ist jemand im Publikum der Ansicht, dass keiner der Texte es verdient, an der Endausscheidung teilzunehmen, gibt er einen leeren Stimmzettel ab. Falls 20 % des Publikums sich auf diese Weise geäußert haben, wird der Sieger nicht für die Endausscheidung nominiert, er kann aber beim nächsten offenen Abend seinen Text noch einmal zur Wahl stellen, und zwar ohne geloste Reihenfolge als erster.

Falls nur drei oder weniger Autoren sich am Wettbewerb beteiligen, wird der Abend als normaler Leseabend eingestuft – ungeachtet dessen, schon gelesen worden zu sein, kann der vorgetragene Text ein andermal am Wettbewerb vorgetragen werden, dies gilt grundsätzlich und für jeden beliebigen Offenen Abend. Nur darf der Text, um Wettbewerbsverzerrungen auszuschließen,  noch nicht in lektorierter Buchform erschienen sein – Ausnahme sind Veröffentlichungen in Periodika.

Im Finale des Haidhauser Werkstattpreises treten dann alle nominierten Sieger gegeneinander an. Das Publikum wählt den Sieger des Haidhauser Werkstattpreises, der mit einem Wanderpokal und einem Geldpreis i.H. von 300 € dotiert ist. Auch hier hat jeder Zuhörer eine Erst-, eine Zweit- und eine Drittstimme.

Wo findet man sonst noch eine so große Macht der Zuhörer?

Nach ca. zehn Offenen Abenden wird dieses Finale im Gasteig abgehalten. Es findet einmal im Jahr im Vortragssaal der Bibliothek im Gasteig, Rosenheimer Platz 5, statt.

Die Autoren sollen dort dieselben Texte vortragen, mit denen sie ihren jeweiligen Abendsieg errungen haben, können ihre Texte jedoch fürs Finale überarbeiten.

Namen von Teilnehmern und Siegern wie Uwe Tellkamp, Lydia Mischkulnig, Arwed Vogel, Jaromir Konecny belegen, dass der Haidhauser Werkstattpreis eine hervorragende Empfehlung für den Literaturbetrieb ist.

ViSdP. Josef Rohrhofer, Ursula Dimper, Admin. Dieter und Ruth Fuchs

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Kurzgeschichten, Lesungen, Literaturpreis, Literaturwettbewerb, Lteratur, Lyrik, München, Offener Abend, Prosa, Wettbewerb